Hantavirus-Schock auf Kreuzfahrtschiff: Was Du wissen musst
Tödlicher Ausbruch auf der MV Hondius sorgt für Aufsehen – Experten beruhigen.

Ein Hantavirus-Ausbruch hat die MV Hondius, ein Luxus-Kreuzfahrtschiff vor der Küste Westafrikas, heimgesucht. Der Andes-Virus, verantwortlich für drei Todesfälle bei acht Fällen, steht im Zentrum dieser Krise. Doch Gesundheitsexperten betonen, dass das Risiko für die Öffentlichkeit minimal ist.
Der Ausbruch entfaltet sich
Die unter niederländischer Flagge fahrende Hondius verließ Ushuaia, Argentinien, am 1. April. Mit 147 Passagieren und Crew an Bord, die nun in ihren Kabinen isoliert sind, fährt das Schiff von Kap Verde zu den Kanarischen Inseln. Der erste Todesfall am 11. April markierte den Beginn des Ausbruchs, der sich schnell zu einem Gesundheitsnotfall entwickelte.
Dreißig Passagiere, die das Schiff in St. Helena verließen, werden nun überwacht, einschließlich in den USA. Spanische Behörden bereiten sich darauf vor, bei der Ankunft des Schiffs auf den Kanarischen Inseln zu helfen.
Experten beruhigen
Um Panik zu vermeiden, betonen die WHO und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten die geringe Bedrohung durch den Ausbruch. "Dies ist nicht COVID", sagte Maria Van Kerkhove, WHO-Leiterin für Epidemien- und Pandemiemanagement, und hob die andere Übertragungsweise des Hantavirus hervor. Auch die CDC stimmt zu und nennt das Risiko für Amerikaner "extrem niedrig".
Was ist Hantavirus?
Hantaviren sind RNA-Viren, die weltweit vorkommen. Alte Welt-Stämme findet man in Asien und Europa, Neue Welt-Stämme, wie der Andes-Virus, in den Amerikas. Der Andes-Virus, hauptsächlich in Argentinien, verursacht das Hantavirus-Lungensyndrom (HPS).
Übertragung? Sie erfolgt durch Kontakt mit Nagetierabfällen, meist eingeatmet, wenn diese aufgewirbelt werden. Im Gegensatz zu vielen Hantaviren kann der Andes-Virus von Mensch zu Mensch übertragen werden, obwohl dies selten ist und engen Kontakt erfordert.
Hantavirus in der Geschichte
Hantaviren traten während des Koreakriegs auf und verursachten hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom (HFRS). Der Andes-Virus sorgte 1993 in den USA für Aufsehen.
Erinnerst Du Dich an die Schlagzeilen vom letzten Jahr? Betsy Arakawa, die Frau von Gene Hackman, starb an einem Hantavirus, das mit einem Nagetierbefall in Verbindung stand.
Der Vergleich
Dieser Ausbruch erinnert an die COVID-19-Pandemie, wie den Vorfall auf der Diamond Princess. Doch Hantavirus unterscheidet sich in der Übertragungsweise und der begrenzten Bedrohung für die Gemeinschaft. Experten sagen, dass geeignete Maßnahmen verhindern, dass Hantavirus globale Bedrohungsniveaus erreicht.
Was noch unklar ist
- Wie kam es zur Erstinfektion auf dem Schiff?
- Gibt es mehr asymptomatische Fälle?
- Wie wirkungsvoll wird die Ausschiffung sein?
- Was werden die Behörden tun, wenn das Schiff die Kanaren erreicht?
Warum das wichtig ist
Das Verständnis von Hantavirus im Vergleich zu anderen Virenausbrüchen ist entscheidend für die öffentliche Reaktion. Der Fall der MV Hondius unterstreicht die Notwendigkeit starker Gesundheitsprotokolle auf Kreuzfahrten. Während die Welt COVID-19 hinter sich lässt, bleiben Wachsamkeit und klare Kommunikation entscheidend.
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